Hysterie

Den Musikern und Musikerinnen der Gustav Lichdi Combo fehlt in ihrem Genom das Blaskapellen-Gen (sprich: Gähn!)
Von einigen weiß man, dass sie es einmal besaßen, bei anderen steht im Genom an dieser Stelle schlicht: „hä?“
Und doch weiß man sich zu erzählen, dass einst in grauer Vorzeit einige unerschrockene Mitglieder einer Blaskapelle forderten, das BigBand-Gen ins Blaskapellen-Genom zu implantieren. Doch nach wenigen Versuchen gaben die Revoluzzer auf, sich für die neue Musik – von den Hardcore-Baskapellen-Mitgliedern als „Gustav-Lichdi-Musik“ tituliert – zu verkämpfen.
Das Ergebnis: „Na gut, dann machen wir halt unsere Gustav Lichdi Musik in gleichnamiger Combo separat“
Man schrieb das Jahr 1997.
Gustav Lichdi (GLC) steht heute für Gute Laune Combo gefüllt mit 20 Gut geLaunten Chaoten.
So ist denn auch die Darbietung. Ein bunter Anarcho-Haufen (weil ohne Dirigat), bei dem die Spielfreude ganz weit vorn rangiert und die ollen Klassiker und neuere Titel feinsinnig dilettiert werden. Denn was langweilt den Zuhörer und Zuschauer? Gelangweilte Musiker. Doch den Lichdis gefällt, was sie spielen und sie gefallen sich. Das macht Laune.
Wenn das das Publikum merkt und es sich überträgt, dann tritt der „Gustav- Lichdi-Effekt“ ein. BigbandJazzSpaß halt.